Rückblick: Fußballhistorische Radtour entlang der Mauer + Zeitzeugengespräch

Veröffentlicht von Redaktion am

Am vergangenen Wochenende war Fußball ohne Mauer gemeinsam mit Berno Bahro von der Gedenkstätte Berliner Mauer auf den Spuren der Geschichte von Hertha BSC.

Zeitzeuge Knut Beyer berichtet

Mit dem Fahrrad sind wir entlang der ehemaligen Mauer zu verschiedenen fußballhistorischen Stätten gefahren. Am Beispiel des Berliner Fußballs haben wir mehr über die Teilung der Stadt und ihre konkreten Auswirkungen erfahren dürfen.

Im Poststadion, Spielstätte von Hertha BSC zu Oberliga-Zeiten, durften wir den Fan-Zeitzeugen Knut Beyer begrüßen. Er gab uns einen Einblick in die frühere Fanfreundschaft zwischen Hertha BSC und dem 1. FC Union Berlin.

Statue an Standort der ehemaligen Plumpe

Zu einer weiteren Station ging es nach Gesundbrunnen, dorthin wo einst die Plumpe stand, das frühere Hertha-Stadion. Heute erinnern noch einige Statuen an die glorreichen Zeiten zu Beginn der 30er Jahre. Interessant zu erfahren war, dass nach dem Bau der Mauer bis zu tausend Ostberliner die Hertha-Spiele auf der anderen Seite der Grenze akustisch mitverfolgten.

Gesprächsrunde mit Zeitzeugen

Im Anschluss an die Radtour fand eine Gesprächsrunde mit Fan-Zeitzeugen im Haus der Fußballkulturen statt. Unter dem Titel „Auf ein Bier im Interzonenzug“ berichteten Helmut Friberg, Hansi Klepac und Manne Sangel wie das Fanleben, insbesondere in Westberlin, zu Zeiten der Mauer aussah. Helmut Friberg gab einen Einblick, wie es damals auf den Busfahren der Hertha-Fans zuging und welche Auseinandersetzungen sich mit Grenzbeamten ergaben. Hansi Klepac erzählte, was es damals für einen jugendlichen Fan des Karlsruher SC bedeutete, nach Westberlin zu fahren. Es reihte sich Anekdote an Anekdote, während das Podium nur schwer zu bremsen war.

Kategorien: Allgemein

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